Erika Kerath
Über mich
Ich heiße Erika Kerath, bin 54 Jahre alt und habe eine 31 Jahre alte Tochter. Ich leite, seit 1998, mit einem kleinen Team, den 30 Jahre alten Bestattungsbetrieb meines verstorbenen Vaters Johannes Kerath in Fockbek/Rendsburg, der sich inzwischen zu einem ganzheitlichen, innovativen und modernen Bestattungsinstitut gewandelt hat.
Meine Geschichte
In den Jahren 1968-1971 lehrte ich den Beruf der Bürokauffrau, den ich auch bis zum Jahre 1977 ausübte.
Ich wurde 1976 Mutter und ab 1979 arbeitete ich wieder als Bürokauffrau.
Dann begann meine 17jährige Tätigkeit in der Verwaltung, wo ich dann aufhörte, als mein Vater 1998 an Krebs erkrankte. Dieses war dann auch eine Zeit der Umstrukturierung und des Umdenkens. Hier gehörten auch die Einweihung der Reiki-Energie dazu (1. u. 2. Grad) sowie eine Ausbildung zur Psycho-Kinesiologin.
Ich half meinem Vater in dieser schweren Zeit und lernte ihn dadurch sehr schätzen und sah, welchen wertvollen Beruf er ausübte. Es begann eine Zeit der Umlernung. Fortbildungen im Umgang mit den Verstorbenen, hygienische Versorgung, Gesetze zur Ausübung des Bestatterberufes.
Ich merkte sehr schnell, dass mir dieses allein nicht genügte und begann ein Trauerseminar bei dem griechischen Psychologen und erfahrenen Trauerbegleiter Dr. Jorgos Canacakis. Ich empfand dieses Trauerseminar als sehr tiefgreifend und heilsam für die Seele, so dass ich mich daraufhin entschloss, eine Ausbildung zur Myroagogin (Lebens-, Trauerberaterin-/Begleiterin) nach dem sogenannten LTUM-Modell (Lebens-/Trauer-Umwandlungs-Modell) bei Jorgos Canacakis zu absolvieren. Die Ausbildung fand von 1999-2000 bei der IFAH (Institut für angewandte Humanbildung) in Deutschland und in der Schweiz statt. Außerdem fand ein praktischer Teil auf Ikaria/Griechenland statt, dem Heimatort von Jorgos Canacakis.
Anfang 2000 leitete ich dann erstmals „Trauerumwandlungsseminare“ in der Diakonie Rendsburg sowie ehrenamtlich in der Organisation „Die Brücke“ Rendsburg.
In dieser Zeit merkte ich, wie unbearbeitete Trauer krank machen kann. Viele ängstliche, depressive und verstörte Menschen begleitete ich und bemerkte, dass viele Menschen nicht fähig sind, „richtig“ zu trauern oder überhaupt zu trauern. Es war auch offensichtlich, dass das Abschiednehmen vermieden wurde und ein großes TABU-Thema in unserer Gesellschaft ist. Es war sehr schwer, bei einem Verlust, die Angehörigen zum Abschiednehmen zu bewegen. Die Enkelkinder wurden sogar sehr oft ausgeschlossen.
Ich wollte mehr über dieses Phänomen entdecken und wissen, so dass ich 2001 ein Studium als „Psychologische Beraterin“ an der Paracelsus-Schule in Hamburg anfing. Diese zwei Jahre Studium waren eine regelrechte „Lebensschule“ für mich.
Hier lernte ich verschiedene Richtungen kennen, um Zusammenhänge besser verstehen zu können.
Ende Dezember 2003 habe ich nun die Prüfung der „Psychologischen Beraterin“ mit Erfolg bestanden.“